Nachdem Sie am vergangenen Sonntag Konfirmation gefeiert hatten, unternehmen unsere Konfis am heutigen Mittwoch einen Ausflug nach Nürnberg. Dort angekommen besichtigten Sie zusammen mit Pfarrer Klausfelder und Andreas Walter die Lorenzkirche In Mitten der Fußgängerzone. Anschließend bot sich natürlich auch die Möglichkeit, sein Konfirmationsgeld auszugeben. Bevor es an die Heimreise ging, durften Sie noch eine Führung im Turm der Sinne mitmachen, bei dem diverse optische Täuschungen die Sinne herausforderten. Nach einem ereignisreichen und sehr lustigen Ausflug ging es mit dem Zug zurück nach Hause.

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Mit einem feierlichen Gottesdienst beging unsere Kirchengemeinde das Fest der Konfirmation. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden Antonia Renner aus Schlammersdorf, Catharina Burucker, Jamie-Lee Szydlik, Julia Prischenk, Ronja Porsch (alle Neustadt am Kulm), Jens Beierlein aus Vorbach, Nathalie Krodel aus Reuth bei Kastl, Sarah Kaufmann aus Kemnath und Sophia Hößl aus Filchendorf zogen unter dem Läuten der Glocken der Dreieinigkeitskirche zusammen mit Kreuzträger Andreas Walter, Pfarrer Hartmut Klausfelder und den Kirchenvorständen unter den Klängen der vereinigten Posauenchöre Neustadt am Kulm und Frankenberg in das festlich geschmückte Gotteshaus ein.

GruppenfotoIn seinen Grußworten stellte Pfarrer Klausfelder fest, dass die 8 Mädchen und 1 Junge nach einem Jahr Vorbereitungszeit nunmehr konfirmiert und damit zu mündigen Mitgliedern der Kirchengemeinde und der Evangelisch-Lutherischen Kirche erklärt werden. Die Konfirmanden sagen „Ja“ zu ihrem Glauben und „“Ja“ zur dreieinigen Gott. Pfarrer Klausfelder dankte Andreas Walter, der wieder mit großem Engagement den Konfirmandenkurs begleitet und mitgestaltet hatte. Dank galt allen Helfern welche wertvolle Vorbereitungsarbeit für diesen Gottesdienst geleistet haben. Lob ging auch an die Adresse der Konfirmanden, welche im Konfirmandenkurs sehr gut mitgearbeitet hatten.Nach dem gemeinsamen Lied „Tut mir auf die schöne Pforte“ sang der Kirchenchor „Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen“. Seine Predigt hatte der Pfarrer mit „Komm zur Quelle“ überschrieben. Der Glaube an Gott ist wie eine Quelle. Hier gibt es sauberes Wasser, kein ungesundes, klebriges Zeug, das zwar gut schmeckt, die Sinne berauscht, aber auf Dauer nicht gut tut. Hier bei Gott findest du Kraft und Energie. Bei Gott findest du das, was deinen Durst wirklich stillt. Du findest Antworten auf Fragen, die wirklich in die Tiefe gehen. Diese Antworten, die Gott gibt, sind nicht immer leicht zu verstehen. Die Bibel ist nicht immer leicht zu verstehen. Aber sie ist unendlich wertvoll. Denn dieser Gott schenkt uns frisches Wasser aus der Quelle.

Bei einer Konfirmation gehe es immer um die Taufe. Konfirmation heißt: Ich erinnere mich an meine Taufe und bestätige sie. Dann geht es bei der Konfirmation noch um eine ganz wichtige Sache: den Segen. Wenn wir an unseren Gott glauben, der reichlich gibt, so der Pfarrer, dann hat das Konsequenzen. Wir werden von Gott beschenkt mit so unglaublich viel Wasser aus seiner Quelle. Zum Abschluss appellierte der Pfarrer an die Konfirmanden: Vergesst mir eure Taufe nicht. Sie erinnert euch daran, dass ihr geliebte Kinder seid, nicht nur von euren Eltern, Großeltern oder Paten, sondern von niemand Geringerem als Gott selbst. Die Taufe erinnert euch auch daran, wie unvorstellbar viel Liebe und Lebenskraft aus dem Glauben fließt. Im Anschluss daran richtete der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes Robert Gebhardt Worte an die Konfirmanden. Nach dem heiligen Abendmahl der Konfirmanden und des Kirchenvorstandes zogen die Konfirmanden mit einer Extrade der vereinigten Posaunenchöre aus der Kirche. Der Kirchenchor unter der Leitung von Manuela Brand, die Vereinigten Posaunenchöre Neustadt am Kulm und Frankenberg unter der Leitung von Karin Müller-Bayer sowie Monika Brand an der Orgel gaben dem Festgottesdienst ein feierliches Gepräge. 

Lutherrose

An einem Symbol kommt man in diesem Jahr nicht vorbei: der Lutherrose! Das runde Erkennungszeichen Martin Luthers taucht momentan wegen dem anstehenden Reformationsjubiläum überall auf. Doch was viele nicht wissen: Luther hat dieses Zeichen als sein Wappen verwendet. Er beschrieb es 1530 in einem Brief an einen Freund als „Markenzeichen seiner Theologie“ und erklärte die Bedeutung jedes Bestandteiles, vom schwarzen Kreuz in der Mitte, bis zum goldenen Ring, der alles umrahmt.

Jedes Zeichen hat einen Sinn. Unsere neuen Konfirmanden haben sich zu Beginn ihrer Konfirmandenzeit damit beschäftigt, was sie ausmacht. Welche Dinge haben oder tun sie gerne? Jeder Mensch hat andere Interessen und Charaktereigenschaften, doch nur manche kann man in Worte fassen oder zu Papier bringen. Unsere Konfirmanden haben sich in den ersten beiden Konfiunterrichten überlegt, was sie charakterisiert, was sie ausmacht. Jeder von ihnen hat sein eigenes Wappen gestaltet. Sie möchten sich damit nicht nur Gedanken zu sich selbst machen, sondern auch der Gemeinde und ihren Mitkonfirmanden vorstellen.

So, wie die Lutherrose heute für die Reformation und damit für die Gemeinschaft der evangelischen Christen steht, präsentieren sich unsere Konfis mit ihren selbstgestalteten Wappen in unserem Gemeindehaus. Unsere Konfirmanden haben sich aber wie immer auch persönlich vorgestellt. Der Einführungsgottesdienst fand am Sonntag „Rogate“, am 21. Mai, statt. 

Nach einem Jahr Vorbereitungszeit und der Konfirmandenbeichte am Samstag, feierten am vergangenen Sonntag 5 Mädchen und 8 Jungen in einer würdevollen Atmosphäre das Fest der Konfirmation und wurden damit zu mündigen Mitgliedern der evangelischen Kirchengemeinde und der Evangelisch-Lutherischen Kirche erklärt.

Unter dem Läuten der Glocken zogen die insgesamt 13 Konfirmandinnen und Konfirmanden zusammen mit Pfarrer Hartmut Klausfelder und dem Kirchenvorstand in die festlich geschmückte Stadtkirche ein. In seinen Einführungsworten berichtete Pfarrer Klausfelder, dass man miteinander eine sehr intensive Zeit verbracht habe. Nun sei es an der Zeit, die „Ernte“ des Konfirmandenkurses einzufahren. Im Blick auf diesen Kurs feiere man am heutigen Konfirmationstag so etwas wie ein „Erntedankfest“.

Gruppe 13x18 ohneTextZu jeder „Ernte“ gehöre ein Dank. Deshalb wolle er sich beim ehrenamtlichen Gruppenleiter Andreas Walter besonders bedanken, der diesen Konfirmandenkurs mit großer Leidenschaft begleitet und mitgestaltet hatte. Dank galt dem Posaunenchor Neustadt am Kulm und Frankenberg unter der Leitung von Karin Müller-Bayer und Monika Brand an der Orgel für die musikalische Ausgestaltung des Festgottesdienstes. In seiner Predigt führte der Pfarrer aus, dass man beim Thema des heutigen Festgottesdienstes „Alle an einem Tisch“ natürlich vor allem an die Abendmahlsfeier denke, die zu jeder Konfirmation dazugehöre. Er verstehe den Titel „Alle an einem Tisch“ aber noch in einem viel umfassenderen Sinn. Es seien heute viele völlig unterschiedliche Menschen in der Kirche: Evangelische, Katholische, aus der Kirche Ausgetretene, Nicht-Getaufte, Personen, die der Kirche ganz nahe oder auch fern stehen. Diese Menschen vereine zunächst einmal, dass wir alle eingeladen sind, ohne Ansehen der Person. Jedem stehe die Türe zur Kirche offen. Passend dazu sang die Gemeinde das Lied: „Tut mir auf die schöne Pforte“.

Danach wandte sich der Pfarrer an seine Konfirmandinnen und Konfirmanden. Eingefallen sei ihm das Thema des Gottesdienstes bei der Abendmahlsszene, welche die Konfi-Gruppe im Zusammenhang mit dem Thema Abendmahl nachgestellt hatte: Da saßen lauter Einzelpersonen, und doch saßen sie an einem Tisch. Sie saßen da mit ihrer unverwechselbaren Persönlichkeit, mit ihren persönlichen Ecken und Kanten. Aber es sei der Glaube, der eine Herr, der alles verbindet. Anschließend betrachtete der Pfarrer die „Individuen“ der Konfi-Gruppe etwas genauer und ging auf jeden der Konfirmandinnen und Konfirmanden ein.Die hin und wieder humoröse Betrachtung sorgte für so manchen Lacher unter der Gemeinde.

Zudem ging der Pfarrer auf jeden einzelnen Konfirmandenspruch ein und erläuterte, was dieser über jeden einzelnen Konfirmanden aussage. Abschließend betonte der Pfarrer, dass er jeden einzelnen der Konfirmanden schätzen gelernt habe. Alle 13 Jungs und Mädels sitzen noch einmal auf einer Bank und stehen vorne in der Kirche an einem Tisch, so der Pfarrer. Vor allem aber sei es ein Glaube und ein Gott, der diese Menschen miteinander verbindet.

Berg

Im Jahrgang 2016/17 haben sich fünf Mädchen und acht Jungen dazu entschlossen, gemeinsam auf den Berg der Konfirmation zu steigen. Der Berg hat eine sehr symbolträchtige Bedeutung. So ist zum Beispiel Mose auf den Berg Sinai gegangen, um die Zehn Gebote von Gott zu empfangen. Ein Berg kann also ein Ort sein, an dem Gott nahe ist.

Ein Berg hat aber auch schlechte Eigenschaften. Denn wenn es einen Berg gibt, heißt das, dass es auch immer bergauf geht. In manchen Passagen geht ist nicht nur wörtlich bergauf. So stehen auch unsere Konfirmanden vor einem Berg. Aber sie den Berg erklommen haben, können sie sich über eine wunderbare Aussicht freuen!

Außerdem: Wenn es bergauf geht, geht es irgendwann auch wieder bergab. Und dieser Weg ist bekanntlich einfacher.