Qualität hat ihren Preis.
Ich glaube, dass das jeder weiß.
Denn die Erfahrung eines lehrt:
Letztlich liegst du ganz verkehrt,
schaust du nur drauf, was billig ist.
Meist hast du dann den letzten Mist.
Wer billig kauft, kauft zweimal ein.
Der Billigware schöner Schein
erzeugt sehr bald viel großen Frust,
weil du reklamieren musst:
Verarbeitet ist alles schlecht.
Es geschieht dir auch ganz recht,
wenn es dich kostet Geld und Zeit,
bis du dich endlich hast befreit
vom Schnäppchen, Knüller, Kracher, Hit,
den Ärger kauft man dann gleich mit.
Drum wechsle nicht aufs Billig-Gleis.
Denn Qualität hat ihren Preis.
Die Rechte liegen immer beim jeweiligen Autor (unter dem Text angegeben).
Predigten und besinnliche Texte
Qualität hat ihren Preis (gereimte Predigt über Markus 10,17-27)
Predigt über Markus 4,35-41
Liebe Gemeinde!
Dass wir derzeit in stürmischen Zeiten leben, das wird wohl niemand ernsthaft bestreiten, - wobei sich der Begriff „stürmisch“ aktuell weniger auf das Wetter bei uns bezieht. Aber im Blick auf die weltpolitische Lage und auf die Probleme und Herausforderungen in unserem Land, da wirbelt im Moment schon vieles wild durcheinander, natürlich angefacht von einem Bundestagswahlkampf, der sich wie in einem Zeitraffer abspielt. Die Wahlen mussten ja vorgezogen werden. Demensprechend wild, aufgeregt und extrem zugespitzt wird derzeit diskutiert, kritisiert, polarisiert und werden Anträge gestellt.
Unserer Kirche bläst schon seit einiger Zeit ein stürmischer Wind ins Gesicht, angefacht durch die beängstigende Zahl an Kirchenaustritten und durch abfällige, manchmal durch regelrechte Hasskommentare in sozialen Netzwerken. Manchen wäre es wirklich am liebsten, unsere Kirchen würden sich einfach in Luft auflösen, weil sie ja sowieso niemand braucht. Generell gilt: Das Klima in unserer Gesellschaft ist sehr rauh und an vielen Stellen kalt geworden.
Was wäre wenn – wir nicht Weihnachten feiern?
Ohne Weihnachten wäre der Winter leer,
die langen Nächte wögen schwer!
Ohne Lichter- und Kerzenglanz,
bedrückte uns die Dunkelheit ganz.
Ohne Grün und Tannenduft,
läge kein Sehnen in der Luft!
Ohne des Glitzers Glänzen
würden wir keine Wohnung bekränzen.
Ohne Weihnachten läg kein leckerer Plätzchenduft
in jeder Wohnung in der Luft.
Ich steh an deiner Krippen hier
Ich steh an deiner Krippen hier
und hätt so viel zu sagen.
Die rechten Worte fehlen mir,
zu schildern meine Plagen.
Dein Anblick, Jesus, macht mir Mut,
mich dir zu öffnen, das tut gut,
denn du wirst mich verstehen.
Predigt über Matthäus 5,38-48
Liebe Gemeinde!
Die Worte, die heute als Predigttext vorgesehen sind, sie gehören zu den größten Zumutungen, die uns in der Bibel begegnen. Was wir im Matthäusevangelium lesen, ist für uns unerträglich. Und doch sind die Worte, die Jesus spricht, absolut notwendig. Eine Zumutung - unerträglich und notwendig zugleich. Wir lesen davon in der so genannten „Bergpredigt“ Jesus steigt auf einen Berg. Dort setzt er sich. Im Sitzen, wie das damals üblich war, predigt Jesus zu seinen Jüngern - und wahrscheinlich zu anderen Menschen. Die Bergpredigt gehört zu den bekanntesten Stücken der Bibel. Aber nicht alles, was Jesus sagt, ist leicht zu verdauen. Zum Beispiel seine Worte über die Vergeltung und die Feindesliebe.
Predigt über 2. Korinther 3,3-6
Liebe Gemeinde!
Schreibt Ihr gerne Briefe?
Ich rede jetzt nicht von einer E-Mail, schon gar nicht von einer WhatsApp oder Signal-Nachricht, die man schnell mal in den Computer oder auf dem Handy tippt. Nein, ich meine richtige Briefe, die ganz „Old School“, also nach alter Schule, von Hand auf Papier geschrieben und in den Briefkasten geworfen werden. Die Älteren unter Euch machen das vielleicht noch regelmäßig, die jüngeren Erwachsenen oder die Konfirmandinnen und Konfirmanden wahrscheinlich wenig bis gar nicht, oder? Briefe schreiben, mit Hand auf Papier, das hat heutzutage fast schon etwas Antikes, es ist außergewöhnlich. Dementsprechend empfinde ich es schon als besondere Ehre, wenn mir jemand einen Brief oder wenigstens eine Karte per Post schickt.
Meine beiden großen Kinder machen das übrigens seit Jahren, wenn sie in den Urlaub fahren. Natürlich tauschen auch wir What’s Apps und Fotos aus dem Urlaub aus. Aber Michael und Barbara schicken uns regelmäßig aus dem Urlaub eine Postkarte, von Hand geschrieben, die manchmal erst bei uns ankommt, wenn die Kinder längst wieder zuhause sind. Aber das ist egal. Darauf kommt es nicht an. Es kommt darauf an, dass wir unseren Kindern so wichtig sind, dass sie uns so wertschätzen. Sie kaufen extra für uns eine Karte, besorgen sich eine passende Briefmarke, was heutzutage in manchen Urlaubsregionen gar nicht mehr so einfach ist, setzen sich hin und schreiben einen lieben Urlaubsgruß von Hand und suchen dann, heutzutage ebenfalls keine leichte Sache mehr, einen Briefkasten, um den Brief abzuschicken. Meine Frau und ich freuen sich richtig über jede Karte, obwohl dieses Kommunikationsmittel gar nicht mehr zeitgemäß wirkt. Aber hier geht es um etwas anderes: Jemand macht sich richtig Mühe wegen uns. Ich schäme mich fast ein wenig, dass wir unseren Kindern keine Postkarte händisch aus dem Urlaub schicken. Zeit dazu hätten wir in diesem Jahr wirklich gehabt ….